Erklärungsvideos mit Screencast-Software gestalten

Grundlagen

Mit einer Screenrecordersoftware können sie als Lehrer recht einfach Erklärungsvideos für ihre Schüler gestalten. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie komplexe Sachverhalte erklären müssen, oder wenn Sie eine Einführung in die Handhabung von Softwareprogrammen für den beruflichen Bereich (z. B.Office, usw.) automatisieren wollen. Dies geschieht mit einer guten Screenrecordersoftware sehr häufig in den folgenden drei Schritten:

Im ersten Schritt nehmen Sie ihren Bildschirminhalt mit einem Recorder auf. Sie sitzen dabei vor ihrem Bildschirm, steuern die Maus über die zu erklärenden Inhalte und sprechen dabei eventuell einen Erklärungstext in ihr Mikrofon. Somit erzeugen Sie ihr "Filmrohmaterial" (siehe obiges Bild).
Im zweiten Schritt spielen sie ihr Rohmaterial über den zur Software gehörenden Player ab und veredeln ihren Inhalt in dem Sie Textboxen mit wichtigen Schlagworten und Erklärungen hinzufügen, wichtige Bereich durch rote Markierungen hervorheben (siehe oben "Higlights"). Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass die Software eine Zoom -Funktion hat. Somit können Sie wichtige Bereiche ihres Rohmaterials in den richtigen Blickwinkel rücken. Auf eine Magnifier-Funktion (=Lupen-Funktion) ist sehr wichtig. Diese ist im obigen Bild auch dargestellt. Mit ihr können Sie ähnlich, wie bei "Zoom" wichtige Bereiche vergrößern. Stellt die Software noch eine Transition-Funktion zur Verfügung, können Sie den Wechsel zwischen verschiedenen Themenbereichen sehr smart gestalten.
Im dritte Schritt wandeln Sie das Video z.B. in ein mp4-Format um und können es somit auf jeder Plattform ihren Schülern zur Verfügung stellen.

Ein Beispiel für solch ein Erklärungsvideo, das die Umwandlung von Binärzahlen in Dezimalzahlen mit Hilfe des Windows-Taschenrechner zeigt, ist unter folgendem Link zu finden: Zahlenumwandlung

Vorteile und Synergieeffekte

Machen Sie sich die Mühe solche Erklärungsvideos zu erstellen, so hat das enorme synergetische Vorteile:

  • Die Schüler können sich den Erklärungsprozess beliebig oft anschauen. Irgenwann fällt dann doch der Groschen.
  • Sie können gewisse Teile ihres Unterrichts sprichwörtlich "automatisieren". Stellen Sie z.B. eine Videoreihen den Schülern über Teams oder mebis zur Verfügung, so können sich die Schüler Inhalte selbst erarbeiten.
  • Sind Sie beteit, ihre Videos auch mit anderen Lehren zu teilen, so könnten mehrere Lehrer eine Videoreihe gestalten und gemeinsam nutzen. Werden die Arbeitsblätter an das Video angepasst und eine Lernzielkontrolle dazu passend erarbeitet, so kann der Lernprozess, wie oben beschrieben, teilweise automatisiert werden. Auch kann jeder Schüler sein individuelles Lerntempo gehen. Steht am Ende der Lerneinheit ein interessantes Projekt, in dem die erarbeiteten Inhalte angewendet werden, so kann dies für die Schüler sehr motivierend sein.

Fortbildungen

Zu folgenden Screencast-Softwareprodukten können Fortbildungen angeboten werden:

  • Flashback von der Firma Blueberry. Fortbildungen werden durch Herrn Reiner Preisenhammer angeboten. Bei Bedarf schreiben sie eine E-Mail an: reiner.preisenhammerqreg-ofr.bayern.de
  • screencastomatic. Hier wird eine Schilf über den Katalog digitale Bildung auf Seite 54 angeboten.
    Einen einfacher Einstig ist auch über Videotutorials auf Youtube möglich.

Übersicht - Screencasting Software

Über folgenden Link können sie sich einen Überblich über gängige Screencastind Softwareprodute verschaffen:
Screencastingprodukte
Auch mit der Software Powerpoint 2016 können Bildschirmaufnahmen durchgeführt werden. Allerdings sind hier keine Berarbeitungsmöglichkeiten ("Veredelungen") möglich.