Anerkennung und Verpflichtung: Martin-Wiesend-Schule ist „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“!

Anerkennung:
Als eine der ersten Sonderpädagogischen Förderzentren in Oberfranken hat die Martin-Wiesend-Schule, Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum, vom Verein Aktion Courage e.V. aus Berlin die Anerkennung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ bekommen.
Seit Jahren nimmt die Erziehung zu einem gewaltfreien, gleichberechtigten Miteinander verschiedenster Menschen an unserer Schule einen breiten Raum ein. Unterschiedlichste Projekte, wie z. B. „Faustlos“, Arbeit mit einem Sozialzielekatalog oder auch Schüler der Oberstufe als Streitschlichter, deuten das an. Darüber hinaus sind Unternehmungen wie Besuche eines Konzentrationslagers, Mithilfe bei der Verlegung von Stolpersteinen und ganz wichtig der tägliche Unterricht, weitere Bausteine in dem übergeordneten Ziel, Akzeptanz und offenes Miteinander zu etablieren.
Diese jahrelange Arbeit wurde mit der Ernennung und der Verleihung der Urkunde „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gewürdigt.
Dieses besondere Ereignis wurde entsprechend an der Schule begangen. Wenn man etwas feiert, lädt man sich Gäste ein! Zahlreiche Ehrengäste und SchülerInnen aus allen Klassen wohnten dem großartigen Festakt bei. Als Einstieg sangen die Kleinsten aus der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) das Begrüßungslied „Wir sind Kinder einer Welt“ und überreichten jedem Ehrengast eine weiße Rose. Nach der Begrüßung durch Herrn Sonderschulkonrektor Rümmer übernahmen die Schülersprecher die Moderation. In einer kurzen Rede stellten sie ihre Schule und die spezifischen langjährigen Projekte, die zur Auszeichnung führten vor, u. a. die Beteiligung an der Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt Bamberg und das SWR-Filmprojekt „Der Sohn des Nazis“ über Bernd Wollschläger.
Die Schulleiterin, Frau Pump, wies in ihrer Festrede besonders darauf hin, wie wichtig die Anerkennung von Verschiedenheit ist, auch über die Stars aus Showbusiness und Sport hinaus. Gleichzeitig merkte sie an, dass diese Auszeichnung nicht nur Anerkennung bisheriger Arbeit ist, sondern gerade auch in der aktuellen Zeit, eine zentrale Verpflichtung für die Zukunft an der Schule und im zukünftigen Leben der Schüler darstellt.
Herr Dr. Lange und die beiden Vorsitzenden der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg, Herr Dorsch und Herr Ullmann, betonten in ihren kurzen Ansprachen ebenfalls, welch hohen Stellenwert der Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung, Verletzungen jeglicher Art nicht nur in den Zeiten des Dritten Reiches, sondern auch heute noch haben. Der pädagogischen Arbeit an der Schule kommt somit eine ganz besondere Aufgabe zu, da es Kinder und Jugendliche sind, die unsere Gesellschaft zukünftig prägen werden.
Nach zwei mitreißenden Popsongs der Schülerband, Filmausschnitten und der Vorstellung der Arbeit der Streitschlichter, kam es zum Höhepunkt der Veranstaltung. Frau Gerstner vom Bezirksjugendring Oberfranken überreichte den Schülersprechern und der Schulleiterin zusammen mit dem Paten - Herr Dr. Lange vertrat dabei den eigentlichen Paten Herrn Oberbürgermeister Starke - die offizielle Urkunde und das Schild für das Schulgebäude.
Zum Abschluss des Festakts traf sich die Festgesellschaft mit der gesamten Schulfamilie im Foyer und man sang und tanzte gemeinsam das türkische Lied „Gel bize“. Im Anschluss nutzte man das strahlende Wetter und das Schild wurde von Oberstufenschülern unter dem tosenden Applaus der gesamten Schul- und Festgemeinde neben dem Haupteingang angebracht.
Bei Fingerfood kamen die SchülerInnen mit den Ehrengästen zum Abschluss des beeindruckenden Festes ins Gespräch. Plätzchen, weiße Rosen und Luftballons mit dem Signet „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ wurden abschließend noch symbolisch in alle Klassen und Vorschulgruppen gebracht.

Verpflichtung:
Mit der Anerkennung zur „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ geht aber die Verpflichtung, der wir gerne nachkommen, einher, jährlich ein Projekt zu dem Themenkomplex an unserer Schule durch zu führen.
In diesem Schuljahr hat eine zuständige Schülersteuergruppe sich für ein Filmprojekt entschieden, in dem sie sich mit dem Begriff „Rassismus“, seiner Bedeutung, der Herkunft und seiner Vielfalt auseinander setzen wollen. Dazu hat das Team schon Kontakt zur offenen Jugendarbeit in Bamberg aufgenommen, die entsprechende Technik und notwendiges Knowhow zur Verfügung stellt.